Windpocken

↑Video zum Thema Windpocken / Varizellen

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Windpocken, auch Varizellen genannt, bedeutet.

Kinderkrankheit

Die Windpocken sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die vor allem die Haut betrifft. Eigentlich handelte es sich früher um eine typische Kinderkrankheit. Jedoch wurde im Verlauf eine Impfung entwickelt, die heutzutage bereits für Säuglinge bzw. kleine Kinder empfohlen wird. Die Windpocken sind daher selten geworden. Jedoch haben sich in den letzten Jahren immer mehr Eltern entschieden, bei ihren Kindern nicht alle empfohlenen Impfungen durchführen zu lassen. Aus diesem Grunde treten die Windpocken aktuell immer mal wieder bei einzelnen Patienten auf und betreffen häufiger sogar Erwachsene, die als Kind nicht geimpft wurden. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung dann meist schwerer, als dies bei Kindern der Fall ist.

Symptome und Beschwerden

Aber unter welchen Beschwerden leiden denn eigentlich Patienten mit Windpocken? Typischerweise tritt bei den Betroffenen ein Hautausschlag auf. Dieser besteht aus verschiedenen Veränderungen, nämlich einerseits aus kleinen roten Punkten oder Pickeln. Zusätzlich treten aber auch kleine, wassergefüllte Bläschen und kleine braune Blutkrusten auf. Die meisten Patienten klagen weiterhin über einen starken Juckreiz. Im Mund der Betroffenen findet man ebenfalls häufig Hautveränderungen, so zum Beispiel rote oder leicht offene Stellen am Gaumen. Zusätzlich können weitere Symptome wie Fieber, Kopf– und Gliederschmerzen sowie Husten auftreten.

Untersuchungen

Die Diagnose Windpocken kann der Arzt in der Regel mit denen Informationen stellen, die er aus einem Gespräch mit dem Patienten und einer körperlichen Untersuchung gewinnt. Blutentnahmen und weitere Untersuchungen sind nur selten notwendig.

Behandlung und Therapie

Aber wie geht man nun weiter vor, wenn man die Diagnose Windpocken gestellt hat? Da die Erkrankung sehr ansteckend ist, sollten die Betroffenen für eine gewisse Zeit zu Hause bleiben. Insbesondere sollte kein Kontakt zu nicht geimpften Personen, Menschen mit einem schwachen Immunsystem, Schwangeren oder zu Babys und Säuglingen erfolgen. Denn für diese Menschen, insbesondere für Schwangere sowie Babys und Säuglinge, können Windpocken sehr gefährlich werden. Und für eine Ansteckung genügt schon ein kurzer Kontakt mit einem Erkrankten oder der Kontakt zu geringen Mengen seines Speichels oder Nasensekrets, dass der Patient eventuell auf gemeinsam genutzten Gegenständen hinterlässt.

Behandlung der Haut

Als Therapie genügt es bei Kindern meist, mit bestimmten Mitteln zur äußerlichen Anwendung die Hautveränderungen zu versorgen. Manchmal wird auch der Versuch unternommen, mit bestimmten Tabletten oder einem medizinischen Saft den Juckreiz der Kinder zu reduzieren. In jedem Fall sollten die Patienten jedoch nicht an ihren Hautveränderungen kratzen, da sonst Narben entstehen können.

Erwachsene Patienten

Wie bereits erwähnt, kann es bei Erwachsenen im Rahmen der Windpocken zu einem schwereren Verlauf, unter anderem mit Auftreten von sehr vielen Hautveränderungen und schlechtem Allgemeinbefinden kommen. Daher kann es manchmal notwendig sein, dass diese Patienten mehrere Tage im Krankenhaus überwacht werden und dort ein Medikament gegen die Windpocken-Viren erhalten.

Individuelle Behandlung

Patienten mit Windpocken werden meist zuerst bei einem Kinderarzt, Hausarzt oder Hautarzt vorstellig. Hier wird dann besprochen, welche weitere Maßnahmen genau im individuellen Einzelfall empfohlen werden und wie lange der Betroffene zu Hause bleiben sollte.

Die Aufgabe des behandelnden Arztes können wir nun in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Windpocken beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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