Syphilis

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Syphilis bedeutet.

ansteckende Geschlechtskrankheit

Die Syphilis, auch oft als Lues bezeichnet, ist eine sogenannte Geschlechtskrankheit. Das heißt, sie wird durch Geschlechtsverkehr, also Sex übertragen. Ausgelöst wird die Erkrankung durch eine bestimmte Bakterien-Art.

Ansteckung

An der Körperstelle, wo die Bakterien zuerst in den Körper eines Menschen eindringen, entsteht oft eine kleine Wunde oder eine kleine, pickel-artige Haut- oder Schleimhautveränderung. Wo genau man diese Veränderung entwickelt, hängt davon ab, ob man sich bei normalem Geschlechtsverkehr, bei Analsex oder bei Oralsex angesteckt hat. So können diese Veränderungen zum Beispiel beim Mann am Penis, bei der Frau an den Schamlippen sowie bei Mann und Frau am Po-Loch oder im Mund auftreten.

Zusätzlich kommt es im Verlauf meist noch zu einer Schwellung der Lymphknoten in der Nähe der Eintrittsstelle der Bakterien. Hat sich ein Patient zum Beispiel im Genitalbereich angesteckt, so schwellen oft die Lymphknoten in den Leisten (= Übergang des Unterbauchs zu den Oberschenkeln) an.

Symptome, Beschwerden und Behandlung

Etwas später breiten sich die Bakterien dann meistens im Blut der Patienten und damit im gesamten Körper aus. Es kann dann zu Beschwerden wie bei einer Grippe kommen mit Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. In vielen Fällen tritt auch ein Hautausschlag am ganzen Körper auf. Dabei findet man häufig zunächst ganz viele rote Punkte, die sich im Verlauf zu roten, Pickel-artigen Veränderungen entwickeln. Typisch ist dabei auch, dass diese Hautveränderungen nicht jucken und manchmal etwas schuppig sind. Und ein besonderes Zeichen der Lues ist in diesem Zusammenhang, dass der Hautausschlag auch den Handflächen und den Fußsohlen auftritt.

Durch die Ausbreitung der Infektion im Blut der Patienten kommt es in vielen Fällen noch zu Lymphknotenschwellungen am Hals und unter den Achseln. Es können noch viele weitere Symptome auftreten. Aus Platzgründen können wir diese jedoch nicht alle aufzählen. Wir beschränken uns daher auf die soeben erwähnten, häufigsten Beschwerden.

Untersuchung und Diagnostik

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man eine Syphilis diagnostiziert und wie man sie behandelt. Die Diagnosestellung ist relativ einfach. Denn sie erfolgt üblicherweise durch eine Blutentnahme. Und behandelt wird die Syphilis in den meisten Fällen mit Penicillin, also einem Antibiotikum. Die Patienten müssen hierfür teilweise mehrmals zu ihrem Arzt gehen und bekommen dann bei jeder Vorstellung eine Spritze mit Penicillin in jeden Gesäßmuskel. In den meisten Fällen sind die Patienten danach von der Syphilis geheilt.

andere Geschlechtskrankheiten

Das Problem ist jedoch, dass sich viele Patienten beim Geschlechtsverkehr nicht nur mit der Syphilis anstecken, sondern auch mit anderen Geschlechtskrankheiten wie HIV beziehungsweise AIDS. Und AIDS ist heutzutage noch nicht heilbar. Man sollte daher bei Patienten mit einer Syphilis auch immer Untersuchungen auf andere Geschlechtskrankheiten durchführen.

Prognose, Verlauf und Risiken

Manch einer wird sich nun vielleicht noch fragen, was passiert, wenn man eine Syphilis nicht behandelt. Im schlimmsten Fall kann man nach einiger Zeit – oft Jahren – an dieser Erkrankung sterben. Denn sie kann unter anderem auch das Gehirn und die große Blutschlagader des Körpers, die Aorta, schädigen. Letzteres Problem birgt dann die Gefahr des innerlichen Verblutens. Insgesamt sollte also klar sein, dass es viele wichtige Gründe dafür gibt, warum man eine Syphilis schnellst möglichst behandeln muss.

Die Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Syphilis beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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