Sodbrennen

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Reflux bedeutet.

Magensäure

Als Reflux bezeichnet man das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre. Dies passiert auch bei gesunden Menschen manchmal, zum Beispiel wenn man etwas sehr fettiges isst. Kommt es aber ständig beziehungsweise regelmäßig zu Reflux, so muss man dies als krankhaft einordnen.

Sodbrennen

Patienten mit Reflux bemerken typischerweise Sodbrennen, was sie häufig als brennendes Gefühl hinter der Brust beschreiben. Die Beschwerden treten typischerweise nach dem Essen und im Liegen auf. Bei manchen Betroffenen kann es auch zu Problemen beim Schlucken, zum Wiederhochkommen von bereits geschluckten Nahrungsmitteln, zu Heiserkeit oder zu Reizhusten kommen.

Wer bekommt Reflux?

Reflux ist eine sehr häufige Erkrankung. Sie wird in vielen Fällen dadurch ausgelöst, dass ein bestimmter kleiner Muskel nicht mehr funktioniert. Dieser befindet sich am Übergang von der Speiseröhre zum Magen. Er wird von unserem Körper normalerweise immer nur kurz gelockert, wenn wir etwas runterschlucken. Sonst bleibt der Muskel fest zusammengezogen und trennt somit die Speiseröhre vom Magen. Bei Reflux ist dieser Muskel meist zu schwach beziehungsweise er funktioniert nicht mehr richtig und so ist die Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen immer oder zumindest häufig offen.

Ursache

Wieso es zu dem Funktionsverlust des Muskels kommt bleibt in vielen Fällen leider unklar. Das Risiko für Reflux ist jedoch auf jeden Fall erhöht bei schwangeren Frauen, vor allem aufgrund des erhöhten Druckes im Bauch. Weiterhin gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die auch zu Reflux führen können.

Wer behandelt Sodbrennen?

Reflux sollte ärztlich behandelt werden, denn ein dauerhaftes Zurücklaufen von Mageninhalt in die Speiseröhre kann die Speiseröhre schädigen und weitere Komplikationen nach sich ziehen. Die Behandlung der Erkrankung übernehmen unter anderem die sogenannten Gastroenterologen, also die Ärzte für den Magen- und Darmtrakt.

Symptome und Beschwerden

Der Verdacht auf die Diagnose Reflux wird meist schon anhand der Berichte des Patienten gestellt. Bei Personen mit ganz leichten Symptomen werden dann häufig bestimmte Tabletten zur Verminderung der Magensäure verschrieben. Sind die Symptome der Patienten dann verschwunden, so kann man die Diagnose in der Regel als bestätigt ansehen.

Untersuchung und Nachweis

In bestimmten Fällen, kann es jedoch notwendig sein, das weitere Untersuchungen durchgeführt werden, vor allem um den Grund und das Ausmaß der Erkrankung  zu ermitteln. Eine häufige Untersuchung ist in diesem Rahmen zum Beispiel eine Magenspiegelung, bei der die Betroffenen Patienten dann einen kleinen Schlauch, auch Endoskop genannt, schlucken müssen. Durch diesen Schlauch kann dann der Arzt mit Hilfe einer Kamera die Speiseröhre und den Magen von Innen ansehen.

Behandlung und Therapie

Je nachdem, was als Ursache des Reflux ermittelt wird und wie stark die Erkrankung ausgeprägt ist, kommen entsprechende Therapien zum Einsatz.

Neben der bereits erwähnten Therapie mit Medikamenten, die aber nicht jeder Patient benötigt, kommen vor allem auch sogenannte Allgemeinmaßnahmen zum Einsatz. Hierzu zählen unter anderem das Anstreben eines normalen Körpergewichts und das Meiden bestimmter Lebensmittel. Dies sind zum Beispiel Schokolade, Zitrusfrüchte, Tomaten oder fettige Speisen.

Alkohol, Kaffee und Co.

Weiterhin sollte man Getränke mit viel Alkohol aber auch Kaffee, Obstsäfte und kohlensäure-haltige Getränke eher meiden. Außerdem empfiehlt man, generell eher kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen und sich nach dem Essen nicht sofort hinzulegen. Ärzte empfehlen den Patienten auch nicht zu rauchen. Und natürlich sollte man versuchen, keine Kleidung zu tragen, welche viel Druck auf den Bauch ausübt. Manchen Menschen hilft es dann noch, wenn sie sich zum Schlafen auf die rechte Seite legen und wenn sie am Kopfende etwas höher liegen als am Fußende des Bettes.

Individuelle Beurteilung

Ob nun im individuellen Einzelfall bei einem Patienten solche Allgemeinmaßnahmen ausreichen oder ob man noch weitere Untersuchungen und Therapien empfiehlt, vermag natürlich nur der behandelnde Arzt zu sagen.

Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Reflux beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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