Polypen

↑Video zum Thema Polypen / Nasenpolypen

Zurück zur Liste


In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Polypen bzw. Nasenpolypen bedeutet.

Veränderungen der Nasennebenhöhlen

Bei Nasenpolypen handelt es sich um kleine, meist gräuliche Veränderungen, die in der Nase oder den sogenannten Nasennebenhöhlen wachsen können. Die Nasennebenhöhlen sind knöcherne Hohlräume, die sich zum Beispiel im Bereich der Stirn, des Kieferknochens und neben der Nase befinden und mit dem Inneren der Nase verbunden sind. Genau wie in der Nase selbst wird auch in den Nasennebenhöhlen Sekret gebildet, welches regelmäßig in die Nase abfließen muss.

Symptome und Beschwerden

Bei dem Auftreten von Nasenpolypen kann es nun zu verschiedenen Problemen kommen. So kann zum Beispiel der Sekretabfluss aus den Nasennebenhöhlen und der Nase beim Abfließen durch die Nasenlöcher nach draußen behindert werden. Es kommt dann zu einem Rückstau des Sekretes und dieser Rückstau ist dann oft dafür verantwortlich, dass die betroffenen Patienten immer wieder Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen entwickeln. Hier zeigen sich dann oft dicker gelber Schnupfen und Kopfschmerzen. Manche der Betroffenen beklagen auch, dass sie nicht mehr so gut riechen können. Außerdem ist eine erschwerte Nasenatmung möglich. In einigen speziellen Fällen kann zu den Nasenbeschwerden auch noch ein Asthma dazukommen, also eine Erkrankung der Lunge, bei der es immer wieder zu Luftnot mit sogenanntem Giemen kommt (siehe hierzu auch unser Video zum Thema Asthma). Die Beschwerden werden dann teilweise noch durch bestimmte Medikamente wie den Wirkstoff Acetylsalicylsäure, auch ASS genannte, verschlimmert.

Ursachen

Für die Entstehung von Polypen gibt es mehrere Gründe. Einerseits wird eine gewisse erbliche Neigung als Ursache für die Entwicklung der Erkrankung vermutet. Jedoch sind auch immer wieder auftretende Entzündungen der Nase ein Risiko für die Entwicklung von Polypen. Hier sind zum Beispiel Allergiker gefährdet, insbesondere solche Patienten, die regelmäßig unter starkem Heuschnupfen leiden. Außerdem kann sich auch ein sogenannter Teufelskreis entwickeln. Denn hat man erstmal Polypen, so führt dies zu mehr Entzündungen der Nasennebenhöhlen und der Nase und das kann wieder die Bildung von Polypen fördern, usw. … Im Kindesalter sind vor allem Patienten mit einer Mukoviszidose von Nasenpolypen betroffen. Die Mukoviszidose ist eine bestimmte vererbbare Erkrankung, auf die wir in diesem Video aus zeitlichen Gründen leider nicht weiter eingehen können.

Wer behandelt die Erkrankung?

Die Behandlung von Patienten mit Nasenpolypen ist die Aufgabe von HNO Ärzten, also Ärzten für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. In vielen Fällen werden Nasenpolypen operativ entfernt. Da sie jedoch dazu neigen, wieder nachzuwachsen, sind meist noch zusätzliche Therapiemaßnahmen notwendig, wie z. B. die Anwendung spezieller Nasensprays, die Behandlung von vorhandenen Allergien oder auch tägliche Nasenspülungen, um einen regelmäßigen Sekretabfluss aus den Nasennebenhöhlen sicherzustellen.

Individuelle Therapie

Welches weitere Vorgehen nun im Einzelfall bei jedem individuellen Patienten empfohlen wird, sollte die behandelnde Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt erläutern. Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Nasenpolypen beitragen können.

Und eine kleine Anmerkung noch: umgangssprachlich werden manchmal ebenfalls die sogenannten Mandeln als Polypen bezeichnet. Die Mandeln sieht man im Mund ganz hinten, noch hinter der Zunge rechts und links. Ihre Bezeichnung als Polypen ist jedoch medizinisch gesehen nicht korrekt. Das nur als Zusatzinfo.

Abonniere unseren E-Mail-Newsletter und folge uns auf Instagram, YouTube und Twitter, um immer über alle Neuigkeiten informiert zu sein.

Euer Team von deinediagnose.de

zuletzt aktualisiert