Syndrom der polyzystischen Ovarien

↑ Video zum Thema Syndrom der polyzystischen Ovarien / PCO-Syndrom

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff „Syndrom der polyzystischen Ovarien“ (abgekürzt: PCO-Syndrom) bedeutet.

Erkrankung der Eierstöcke

Das PCO-Syndrom ist einerseits eine Erkrankung der Ovarien, also der Eierstöcke der Frau. Es kommt durch die erkrankten Eierstöcke jedoch auch zu verschiedenen Symptomen, die den ganzen Körper betreffen können. Diagnostiziert wird das PCO-Syndrom meist bei Mädchen oder jungen Frauen.

Symptome

Typische Beschwerden sind zum Beispiel das Auftreten einer ungewöhnlich starken Behaarung am Körper und im Gesicht sowie manchmal Haarausfall auf dem Kopf. Zusätzlich entwickeln viele der Betroffenen eine starke Akne, also viele, teils entzündete Pickel. Dabei ist typisch, dass die Akne nicht richtig auf eine hautärztliche Therapie anspricht. Ebenfalls kann es zu Unregelmäßigkeiten der Regelblutungen der Patientinnen kommen. Dies zeigt sich zum Beispiel damit, dass gar keine Regelblutung mehr auftritt, oder dass sie weniger stark oder sogar stärker ist als normal. Deutliches Übergewicht ist ein weiteres Symptom, dass beim PCO Syndrom auftreten kann.

Schwangerschaft

Manchmal kommen die Patientinnen auch in die frauenärztliche Sprechstunde. Sie bemerken zum Teil, dass sie nicht schwanger werden können. Keines all dieser Symptome muss aber zwangsweise vorliegen.

Ursachen

Doch wie kommt es nun zu der Erkrankung? Nun, bei Patientinnen mit einem PCO Syndrom funktionieren die Eierstöcke nicht richtig. Warum das so ist, kann man nicht immer im Einzelfall ermitteln. Normalerweise entwickeln Frauen bis zu einem bestimmten Alter in ihren Eierstöcken regelmäßig einen sogenannten Follikel. Dies ist eine Struktur, die Hormone freisetzt und zusätzlich in ihrem Inneren eine Eizelle produziert.

Patientinnen

Patientinnen mit einem PCO-Syndrom entwickeln jedoch statt eines großen, funktionsfähigen Follikels viele kleinere. Durch deren vermehrte Hormonproduktion wird das Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone im Körper der Patientinnen gestört, sodass es zu den bereits beschriebenen sichtbaren Veränderungen kommen kann. Außerdem wird nur unregelmäßig in den Eierstöcken eine Eizelle produziert und freigesetzt. Daher haben die betroffenen Patientinnen häufig eine unregelmäßige Regelblutung und werden manchmal nicht schwanger.

Beschwerden

Wenn man Patientinnen mit einem PCO-Syndrom nicht behandelt, kann es im Verlauf zu zusätzlichen Beschwerden kommen. Hier sind zum Beispiel Diabetes, also Zuckerkrankheit, sowie auch das Auftreten von erhöhten Fettwerten im Blut zu nennen. Und letztere stellen nach vielen Jahren ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls dar. Auch dies sind also Gründe dafür, warum sich Patientinnen mit dem Verdacht auf ein PCO-Syndrom zur weiteren Abklärung und gegebenenfalls Therapieeinleitung ärztlich vorstellen sollten.

Zuständige Ärzte

Ärzte, die für die Erkrankung zuständig sind, sind die Gynäkologen, also Frauenärzte und die Endokrinologen, also die Ärzte für die Hormone. Eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt wird dann eine Ultraschalluntersuchung machen. Außerdem wird den Patientinnen noch Blut entnommen. Je nachdem, welche Auffälligkeiten in den Untersuchungen gefunden werden, können dann auch noch weitere Diagnostik-Maßnahmen notwendig sein.

Therapie und Behandlung

Als Therapie des PCO-Syndroms wird übergewichtigen Patientinnen empfohlen, sich regelmäßig sportlich zu betätigen und ein normales Körpergewicht anzustreben. Allein dies hat bereits positive Einflüsse auf die Funktion der Eierstöcke. Außerdem erfolgt oft eine sogenannte Hormontherapie, das heißt, den Betroffenen werden bestimmte Hormone als Medikament verschrieben. Abhängig von den genauen Beschwerden jeder einzelnen Patientin kommen eventuell noch zusätzliche Therapiemöglichkeiten hinzu.

Individuelle Therapie

Insgesamt ist es durch die Anwendung geeigneter Therapien möglich, vielen Betroffenen mit einem PCO Syndrom gut zu helfen. Welche Therapieformen man jedoch im individuellen Fall bei jeder einzelnen Patientin empfiehlt, kann nur die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt sagen. Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen.

Wir hoffen aber, dass wir zum Verständnis des Begriffs PCO Syndrom beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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