Neurodermitis

↑Video zum Thema Neurodermitis / atopisches Ekzem / atopische Dermatitis

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Hallo, in diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt, bedeutet.

Was ist Neurodermitis?

Die Neurodermitis ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung, die sich vor allem durch sehr trockene Haut und starken Juckreiz auszeichnet. Viele Betroffene kratzen sich immer wieder im Bereich der Ellenbeugen und der Kniekehlen sowie an den Handgelenken. Dort, aber manchmal auch an anderen Stellen, ist die Haut oft rot und entzündet.

Wie lange dauert Neurodermitis an?

In der Regel haben die Patienten über viele Jahre mit der Erkrankung zu tun. Dabei variiert jedoch die Stärke der Symptome von Zeit zu Zeit. Es gibt also Phasen, in denen die betroffenen Patienten mehr Beschwerden haben und andere Phasen, in denen sie von ihrer Erkrankung weniger merken.

Wer bekommt ein atopisches Ekzem?

Doch wer bekommt eigentlich eine Neurodermitis und wann genau treten die Beschwerden vermehrt auf? Nun, viele betroffene Menschen haben eine gewisse Neigung zu dieser Erkrankung von ihren Eltern geerbt. Das muss jedoch nicht zwangsweise heißen, dass auch die Eltern betroffen sind. Denn neben einer erblichen Neigung zu Neurodermitis spielen oft auch Faktoren in der Umwelt der Patienten eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung.

Was sind die Auslöser?

So kann das Klima ein wichtiger Einflussfaktor sein. Zum Beispiel verschlimmert sich eine Neurodermitis häufig im Winter, da dann die kalte Außentemperatur und die trockene Luft der geheizten Wohnungen noch mehr für eine Austrocknung der Haut sorgen.

Allergie als Begleitfaktor

Aber auch Allergien spielen bei der Neurodermitis eine wichtige Rolle. So sind viele der Patienten allergisch auf Pollen oder Hausstaubmilben. Und wenn sie dann zum Beispiel auf dem Land wohnen mit vielen Wiesen und Wäldern oder wenn sie eine hohe Staubbelastung in ihrer Wohnung haben, entwickeln sie allergische Symptome. Dies kann sich neben Heuschnupfen oder allergischem Asthma ebenfalls in einer Verschlechterung der Neurodermitis äußern.

Weiterhin können auch Nahrungsmittelallergien zu einer Zunahme der Hautbeschwerden führen.

Kinderkrankheit?

Die Neurodermitis ist vor allem im Kindesalter sehr häufig. Im Verlauf der weiteren Entwicklung ist ein Verschwinden der Erkrankung dann durchaus möglich. Es gibt jedoch auch Personen, die im Erwachsenenalter weiter unter einer Neurodermitis leiden. Ein erstmaliges Neuauftreten der Erkrankung im mittleren oder späteren Erwachsenalter ist auch möglich (aber eher selten).

Asthma und Heuschnupfen

Wie bereits erwähnt, leiden viele Patienten mit Neurodermitis ebenfalls unter Heuschnupfen und allergischem Asthma. Dabei müssen die Erkrankungen nicht immer im gleichen Lebensalter ein und desselben Patienten vorliegen. So kann es durchaus passieren, dass betroffene Menschen in der Kindheit unter einer Neurodermitis leiden und im späteren Leben statt dessen einen Heuschnupfen und noch später ein allergisches Asthma entwickeln.

Behandlung der Neurodermitis

Wie sieht nun die Therapie bei einer Neurodermitis aus? Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Patienten ihre trockene Haut gut eincremen. Dies sollte mindestens 1x täglich erfolgen und dafür eigenen sich oft Cremes oder Salben mit Urea, auch Harnstoff genannt, sehr gut. Dieser Inhaltsstoff kann allerdings manchmal zu Hautbrennen führen. Dann sollte man auf Produkte ohne Urea zurückgreifen. In jedem Fall sollten die verwendeten Produkte so wenig Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten wie möglich. Denn diese bergen das Risiko für die Entwicklung von Allergien.

Vorbeugung

Da Wasser und Schweiß die menschliche Haut durch Verdunstung austrocknen, sollten Patienten mit Neurodermitis nicht übermäßig häufig baden oder duschen und heiße, schwüle Luft meiden.

Auch bei der Kleidung gibt es für die betroffenen Patienten etwas zu beachten. Denn häufig werden Produkte aus Baumwolle besser vertragen als Produkte aus Wolle oder Kunststofffaser.

Vielen Patienten tut auch der Aufenthalt in einer Region gut, in der es wenig Pollen und Staub in der Luft gibt, zum Beispiel in den Bergen oder an der See.

Hautärztin / Hautarzt

Sicherlich benötigt aber jeder Patient mit Neurodermitis eine Hautärztin oder einen Hautarzt. Diese werden auch Dermatologin bzw. Dermatologe genannt. Denn Eine Hautärztin sollte zum einen abklären, ob bestimmte Allergien vorliegen und ob diese behandelt werden müssen. Außerdem kann es manchmal passieren, dass sich die Haut der Patienten stark entzündet, sodass vorübergehend eine medikamentöse Therapie der Haut erfolgen muss. Hier kommen zum Beispiel spezielle Cremes oder Salben, oft mit dem Wirkstoff Kortison, zum Einsatz.

In einigen Fällen wird die Hautärztin auch Tabletten gegen Juckreiz empfehlen. Bei älteren bzw. erwachsenen Patienten wird häufig zusätzlich eine Therapie mit speziellem medizinischem Licht, eine sogenannte UV-Therapie, verwendet. Für ganz ausgeprägte Erkrankungsfälle gibt es dann noch weitere, eher als Reserve gedachte, Medikamente.

Welches genaue Vorgehen nun im Einzelfall bei jedem individuellen Patienten empfohlen ist, vermag selbstverständlich nur die behandelnde Dermatologin zu sagen. Diese Aufgabe der behandelnden Ärztin beziehungsweise des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen.

 

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dein Team von deinediagnose.de

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