Myom

↑Video zum Thema Myom des Uterus / Gebärmuttermyom / Uterusmyom

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Myom bedeutet.

Gutartige Veränderung

Ein Myom ist eine gutartige Vermehrung von bestimmten Muskelzellen der Gebärmutter. Das bringt uns zu der Frage, was die Gebärmutter ist und wieso sich dort Muskelzellen finden.

Die Gebärmutter

Nun, die Gebärmutter ist ein Organ, das nur weibliche Menschen haben. Es befindet sich bei Mädchen bzw. bei Frauen im Unterbauch, ist innen hohl und im Falle einer Schwangerschaft wächst in der Gebärmutter das Baby heran. Im Rahmen der Geburt muss die Gebärmutter dann viel Druck aufbauen, damit das Kind sozusagen nach draußen kommen kann. Daher besitzt das Organ viele Muskelzellen, die alle zusammen als Muskel Kraft aufbauen können, ähnlich wie bei einem Muskel am Arm.

Keine Krebserkrankung

Aus verschiedenen Gründen kann es nun dazu kommen, dass sich einzelne Muskelzellen etwas unkontrolliert vermehren, sodass innerhalb des Muskelgewebes der Gebärmutter eine oder mehrere kugelförmige Veränderungen entstehen. Es handelt sich dabei um gutartige Veränderungen, das heißt, die betroffenen Zellen breiten sich nicht im Körper aus, wie es bei manchen Krebserkrankungen der Fall sein kann. Nein, ein Myom ist normalerweise nicht lebensbedrohlich. In manchen Fällen kann es aber bestimmte Beschwerden machen.

Symptome und Beschwerden

So führen Myome bei einigen Patientinnen zu Bauchschmerzen. Häufig sind auch Auffälligkeiten bei der Regelblutung, wie zum Beispiel eine besonders starke Blutung oder ungewöhnliche zeitliche Verläufe der Blutung. Manchmal können Myome auch der Grund dafür sein, dass eine Frau nicht schwanger wird, obwohl sie dies gern möchte.

Wer ist betroffen?

Myome entwickeln sich typischerweise erst bei geschlechtsreifen Patientinnen und sind eine relativ häufige Erkrankung. Es gibt viele Faktoren, die das Auftreten von Myomen beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem gewisse Hormone, der Zeitpunkt der ersten Regelblutung, die Anzahl an durchgemachten Schwangerschaften, das Körpergewicht, die Ernährung sowie familiäre Vererbung.

Untersuchungen

Myome können in der Regel recht einfach diagnostiziert werden. Hierfür führt die Gynäkologin, das heißt die Frauenärztin, verschiedene Untersuchung durch. Unter anderem kommt eine sogenannte Ultraschalluntersuchung zum Einsatz. Diese Untersuchung kennt man aus vielen Filmen. In den Filmen zeigt die Frauenärztin dabei typischerweise auf einen kleinen schwarz-weiß-Bildschirm, auf dem eine schwangere Frau ihr Kind sieht. Während der Untersuchung hält die Ärztin in den Filmen dabei einen sogenannten Schallkopf aus Plastik auf den Bauch der Mutter. Eine solche Ultraschalluntersuchung kommt auch bei der Untersuchung auf Myome zum Einsatz.

Behandlung und Therapie

Nicht jede Frau mit einem oder mehreren Myomen benötigt eine Therapie. Die Frage, ob eine Therapie nötig ist, hängt unter anderem davon ab, wie viele Myome bestehen, wie groß diese sind, welche Beschwerden die Veränderungen machen, wie alt die Patientin ist und ob die Patientin noch Kinder bekommen möchte.

Falls eine Therapie notwendig sein sollte, reichen in manchen Fällen Medikamente aus. Häufig kann es aber auch sein, dass die Myome mittels einer Operation entfernt werden müssen. Zusätzlich gibt es auch noch ein paar weitere Therapiemöglichkeiten, die jedoch nicht so häufig zum Einsatz kommen.

Individuelle Behandlung

Welches Vorgehen genau in welchem individuellen Einzelfall empfohlen wird, kann allerdings nur die jeweils behandelnde Gynäkologin bzw. Frauenärztin sagen. Diese Aufgabe der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen.

Wir hoffen aber, dass wir zum Verständnis des Begriffs Myom beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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