Morbus Basedow

↑ Video zum Thema Morbus Basedow / Schilddrüsen-Überfunktion

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Morbus Basedow bedeutet.

Schilddrüsen-Erkrankung

Der Morbus Basedow ist eine Erkrankung der Schilddrüse. Die Schilddrüse ist ein Organ, das sich im Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes befindet und sogenannte Schilddrüsenhormone produziert. Diese Hormone beeinflussen bestimmte Körperfunktionen. Stark vereinfacht wirken sie im Körper aktivitätssteigernd. Nun kann es passieren, dass die Schilddrüse im Rahmen von verschiedenen Erkrankungen zu viel dieser Schilddrüsenhormone produziert.

Schilddrüsen-Überfunktion

Man spricht dann von einer Schilddrüsenüberfunktion. Der Morbus Basedow ist eine Art einer solchen Schilddrüsenüberfunktion. Die Erkrankung entsteht, da das Immunsystem bei den betroffenen Patienten fehlerhaft arbeitet. Denn es produziert kleine, krankmachende Teilchen: die sogenannten Schilddrüsen-Antikörper. Diese stimulieren die Schilddrüse so, dass sie vermehrt Hormone bildet.

Autoimmunerkrankung

Man spricht beim Morbus Basedow daher auch von einer sogenannten Autoimmunerkrankung. So bezeichnet man generell Erkrankungen bei denen das Immunsystem nicht nur Krankheitserreger bekämpft sondern fälschlicherweise auch den eigenen Körper schädigt. Warum der Morbus Basedow nun genau bei manchen Menschen auftritt und bei anderen nicht, kann man nicht sicher sagen. Einige Patienten scheinen jedoch eine gewisse Anfälligkeit für die Erkrankung geerbt zu haben.

Symptome und Beschwerden

Patienten mit einem Morbus Basedow können verschiedene Symptome entwickeln. Hierzu zählen zum Beispiel Unruhe, Zittern, Herzklopfen, Schweißausbrüche und Durchfall. Auch können sichtbare Veränderungen auftreten wie Gewichtsverlust oder eine Schwellung im Halsbereich durch vermehrtes Wachstum der Schilddrüse. Manchmal entwickeln die betroffenen Patienten auch sehr prominente Augen, die etwas aus der Augenhöhle hervorzutreten scheinen.

Untersuchungen und Diagnostik

Die Diagnose eines Morbus Basedow wird durch Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse und einer sogenannten Szintigraphie gestellt. Eine Szintigraphie ist ein Verfahren, bei dem den Patienten eine radioaktive Substanz gegeben wird, die sich dann in der Schilddrüse ansammelt und dadurch Auskunft über ihre Aktivität gibt.

Behandlung und Therapie

Als Therapie eines Morbus Basedow kommt zum einen die Einnahme bestimmter Medikamente in Frage, welche die Hormonproduktion der Schilddrüse senken. In einigen Fällen kann auch eine Operation notwendig sein, zum Beispiel, um krankhaftes Schilddrüsengewebe zu entfernen. Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht wieder in der Verabreichung von bestimmten radioaktiven Substanzen. Diese werden dann auch von der Schilddrüse aufgenommen, haben in diesem Fall aber das Ziel, eine Schädigung des Schilddrüsengewebes zu bewirken. Dadurch soll dann ihre Funktion zum Erliegen kommen.

Individuelle Behandlung

Welches therapeutische Vorgehen nun genau bei welchem Patienten richtig ist, entscheidet meist ein sogenannter Endokrinologe, also ein Arzt, der für die Hormone im Körper zuständig ist.  Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen.

Wir hoffen aber, dass wir zum Verständnis des Begriffs Morbus Basedow beitragen können.

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dein Team von deinediagnose.de

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