Meningitis

↑ Video zum Thema Meningitis / Hirnhautentzündung

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Meningitis bedeutet.

Entzündung der Hirnhaut

Eine Meningitis ist eine sogenannte Hirnhautentzündung, also eine Entzündung der Hülle, die im Inneren des knöchernen Schädels das Gehirn umschließt. Es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung, die man Notfall schnell behandeln soll.

Schwierige Prognose

Eine allgemeine Prognose kann man für die Erkrankung nicht immer abgeben. Denn ihr Verlauf hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählen z.B. der Auslöser der Entzündung, das Ausmaß der Meningitis, der Zeitpunkt des Therapiebeginns sowie das Alter des Betroffenen, seines Allgemeinzustandes und seinen Vorerkrankungen.

Beschwerden und Symptome

Patienten mit einer Meningitis können verschiedene Symptome zeigen. Neben einem generellen Unwohlsein gehören hierzu unter anderem Fieber, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen. Typisch sind auch Nackenschmerzen, vor allem beim Ablegen des Kinns auf der Brust. Bei ausgeprägteren Formen der Erkrankung kann es ebenfalls zu epileptischen Anfällen, Hörverlust und Bewusstseinsstörungen kommen. Manchmal tritt im Rahmen einer Meningitis auch ein Hautausschlag am ganzen Körper auf.

Übertragung

Häufig entwickelt sich eine Meningitis als Folge einer Infektion mit speziellen Bakterien oder Viren. Es kann also sein, dass Patienten mit einer Meningitis ansteckend sind und somit auch andere Menschen gefährden.

Anfangsstadium

Die Beschwerden einer Meningitis sind im Anfangsstadium der Erkrankung bei vielen Patienten nicht sicher einzuordnen sind. Daher erfolgt der erste Arztkontakt häufig beim Hausarzt, Kinderarzt oder beim ärztlichen Notdienst, zum Beispiel in der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Medizinischer Notfall

Wenn der Verdacht auf eine Meningitis dann gestellt wird, sollte bei  umgehend eine Vorstellung bei einem Neurologen erfolgen. Dieser ist ein Arzt für das Gehirn, das Rückenmark und die Nerven. (Bei Kindern wird die Behandlung meist durch Kinderärzte übernommen.) Die Ärzte werden in der Regel verschiedene Untersuchungen durchführen. Hierzu zählen in der Regel eine Blutentnahme und eine sogenannte Lumbalpunktion. Bei einer Lumbalpunktion piekst der Arzt mit einer kleinen Nadel am unteren Rücken zwischen zwei Knochen der Wirbelsäure hindurch. So entnimmt er etwas vom sogenannten Hirnwasser. Diese Flüssigkeit umspült das Gehirn aber auch das Rückenmark. Daher kann man sie mit Hilfe einer Nadel vom Rücken aus erreichen und relativ leicht etwas davon „abzapfen“.

Laboruntersuchung

Im Labor wird die entnommene Probe dann weiter untersucht. Denn je nachdem, was man an Auffälligkeiten im Hirnwasser findet, erhält man Informationen darüber, ob wirklich eine Meningitis vorliegt. Eventuell weißt man auch den Erreger nach. Je nach Ausprägung und Ursache einer Meningitis legt man fest, ob noch weitere Untersuchungen folgen sollten und welche Therapie die richtige ist.

Individuelle Therapie

Welches genaue Prozedere in jedem individuellen Einzelfall empfohlen wird und welche Prognose die Betroffenen haben, kann natürlich nur der jeweils behandelnde Arzt sagen. Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video selbstverständlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Meningitis beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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