Glomerulonephritis

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Glomerulonephritis bedeutet.

Nierenentzündung

Eine Glomerulonephritis ist eine bestimmte Art der Nierenentzündung, für die es sehr viele mögliche Ursachen gibt. Doch welche Beschwerden löst eine Glomerulonephritis bei den betroffenen Patienten aus? Nun, um das verstehen zu können, muss man erst einmal wissen, welche Funktion unsere beiden Nieren haben.

Funktion der Nieren

Die Nieren liegen ja bekanntermaßen rechts und links im Bereich der Flanken und produzieren den Urin. Sie sind somit auch für die Wasserausscheidung des Körpers zuständig. Außerdem gehört die Regulation des Blutdrucks mit zu ihren Aufgaben Man kann sich also leicht erklären, dass es im Rahmen einer Glomerulonephritis zu Auffälligkeiten des Urins kommen kann.

Symptome und Beschwerden

Möglich ist zum Beispiel ein braun-rot gefärbter Urin als Hinweis auf Blut im Urin. Auch eine ungewöhnlich starke Schaum-Bildung nach dem Wasserlassen ist häufig. Zusätzlich kann sich ein hoher Blutdruck entwickeln. Ein solcher würde sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schwindel oder Herzklopfen bemerkbar machen. Als weitere Auffälligkeit bei einer Glomerulonephritis finden sich oft Wassereinlagerungen in der Haut der Patienten, zum Beispiel in Form von dicken, geschwollenen Beinen. Dieses Phänomen ist auf einen Rückstau von Wasser im Körper zurückzuführen, wenn die Urinproduktion und damit die Wasserausscheidung durch die Niere nicht mehr richtig funktioniert.

Ursachen

Kommen wir nun aber zu den möglichen Gründen einer Glomerulonephritis. Hier wären einerseits bestimmte Infekte zu nennen, wie eine Mandelentzündung, eine Rachenentzündung oder bestimmte bakterielle Haut-Entzündungen. Denn diese können dazu führen, dass das Immunsystem des Körpers nach Bekämpfung des Infekts auch noch fälschlicherweise körpereigene Organe, vor allem die Niere, schädigt. Ein weiterer möglicher Auslöser einer Glomerulonephritis sind sogenannte Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem generell fehlgesteuert ist und nicht nur Krankheitserreger, sondern generell auch eigene Körperstrukturen angreift. Gewisse Erbkrankheiten können ebenfalls zu einer Glomerulonephritis führen. Ebenso manche Krebserkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente, Erkrankungen der Leber oder eine HIV Infektion.

Untersuchungen und Diagnostik

Die ärztliche Betreuung von Patienten mit einer Glomerulonephritis übernehmen die sogenannten Nephrologen, die Nierenärzte. Diese versuchen mit bestimmten Untersuchungen, zunächst die Ursache der Erkrankung bei den Betroffenen zu ermitteln. In diesem Rahmen nehmen sie vor allem Blut ab, Untersuchen Urinproben, machen eine Ultraschalluntersuchung und führen eventuell auch eine sogenannte Nierenbiopsie durch (Das ist die Entnahme von ein ganz bisschen Nierengewebe durch die Haut mit Hilfe einer speziellen Nadel. So ein Eingriff sollte natürlich nicht ohne vorherige Betäubung durchgeführt werden).

Behandlung und Therapie

Die weitere Therapie und auch die Prognose einer Glomerulonephritis hängen dann davon ab, was als Auslöser der Erkrankung festgestellt wird. Denn die verschiedenen Formen der Glomerulonephritis unterscheiden sich oft in ihrer Behandlung. Und manche Formen der Erkrankung lassen sich gut behandeln, während andere zu einer dauerhaften Schädigung der Niere führen. Welches weitere Vorgehen also im Einzelfall bei jedem individuellen Patienten notwendig ist, kann somit nur der behandelnde Arzt erläutern.

Individuelle Beratung

Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir zum Verständnis des Begriffs Glomerulonephritis beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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