Gestationsdiabetes

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In diesem Video und auf dieser Seite möchten wir den sogenannten Gestations-Diabetes, also den Schwangerschaftsdiabetes erklären. Für allgemeine Informationen zur Diabetes-Erkrankung, empfehlen wir dir auch unser anderes Video zum Diabetes Mellitus anzuschauen.

Spezial-Form des Diabetes

Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine besondere Form der Diabetes-Erkrankungen. Wie auch bei den anderen Formen kommt es dazu, dass der Zucker-Gehalt vom Blut nicht mehr richtig kontrolliert wird. Diese Störung tritt beim Gestationsdiabetes allerdings erst in der Schwangerschaft ganz neu auf und war vorher noch nicht da. Nach der Schwangerschaft verschwindet diese Diabesform in den meisten Fällen auch wieder.

Wie häufig ist Gestationsdiabetes?

Von hundert Schwangeren Frauen entwickeln ungefähr 3-5 Frauen einen Schwangerschaftsdiabetes. Bei einer von hundert schwangeren Frauen kommt es dazu, dass diese Frau zur Behandlung auch Insulin spritzen muss.

Die Ursachen

Durch die Schwangerschaft befinden sich im Körper und im Blut der Frau viele verschiedene Signalstoffe, sogenannte Hormone, in viel größerer Menge als bei nicht Schwangeren. Das kann manchmal dazu führen, dass andere Hormone wiederum nicht mehr so stark wirken wie vorher.

Insulin

Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird. Im Laufe der Schwangerschaft wirkt es manchmal nicht mehr so stark, wirkt wie es normalerweise sollte. Wenn der Körper es dann nicht alleine schafft mehr Insulin herzustellen, dann steigt der Blutzucker-Spiegel bei der werdenden Mutter und es entwickelt sich ein Schwangerschafts-Diabetes.

Folgen für das ungeborene Kind

Durch den hohen Anteil an Zucker in dem Blut der Gebärmutter werden die Kinder größer und schwerer als sie sollten. Außerdem bilden sie viel mehr Fruchtwasser als gewöhnlich. Dadurch erhöht sich das Risiko für Komplikationen bei der Geburt.

Symptome

Deswegen wird bei der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung routinemäßig der Blutzucker der Mutter kontrolliert, um einen Schwangerschaftsdiabetes zu entdecken. Dieser entwickelt entwickelt sich meist, ohne das die Mutter das merken muss. Solche Untersuchungsergebnisse werden in den sogenannten Mutterpass eingetragen. Daher sollte dieser Pass zu jedem Arztbesuch mitgebracht werden.

Wer bekommt einen Schwangerschaftsdiabetes?

Das kann man nicht vorhersagen, es gibt aber ein paar Dinge, die das Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes erhöhen. Hierzu zählt, wenn:

  • man schon einmal einen Schwangerschaftsdiabetes hatte bei einer vorherigen Schwangerschaft
  • man als Schwangere älter als 25 Jahre alt ist
  • man übergewichtig ist oder
  • bei  den eigenen Familienangehörigen ein Diabetes bekannt ist.

Behandlung

Wenn bei euch ein Schwangerschaftsdiabetes  festgestellt wurde, berät euch euer Frauenarzt (also der Gynäkologe) dazu, welche weitere Behandlung notwendig ist.

Wir hoffen, dass wir dir den Begriff Schwangerschaftsdiabetes verständlich erklären konnten. Außerdem freuen wir uns über euer Feedback! Abonniere unseren E-Mail-Newsletter und folge uns auf Instagram und Twitter, um immer über alle Neuigkeiten auf dieser Seite informiert zu sein!

dein Team von deinediagnose.de

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