Gastroenteritis

↑Video zum Thema Gastroenteritis / Magen-Darm-Infekt

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Hallo, in diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Gastroenteritis bedeutet.

Entzündung im Magen-Darm-Trakt

Die Gastroenteritis ist eine Entzündung des Magen- und Darmtrakts und kommt vor allem bei Kindern häufig vor. Erwachsene können jedoch auch betroffen sein. Typische Beschwerden sind Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber. In den meisten Fällen wird die Erkrankung bei Kindern durch Krankheitserreger ausgelöst, und zwar durch Viren.

Norovirus, Rotavirus und Co.

Häufige Auslöser sind zum Beispiel das Norovirus und das Rotavirus. Es gibt aber auch noch viele andere Viren, die zu einer Gastroenteritis führen können.

Übertragbar und ansteckend

Der Übertragungsweg ist meist so, dass erkrankte Patienten die Viren mit dem Stuhlgang ausscheiden und andere Menschen die Erreger über Umwege an ihre Hände bekommen und dann über den Mund aufnehmen. Dies kann unter anderem passieren, wenn sich ein Patient nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht und dann einen Gegenstand anfasst, den auch andere Menschen regelmäßig verwenden, zum Beispiel eine Türklinke. Wenn dann ein gesunder Mensch diese Türklinke anfasst und sich vielleicht danach einen Keks in den Mund steckt, kann er sich schon mit einem krankmachenden Virus infiziert haben.

Desinfektions-Mittel

Dabei sind jedoch nicht immer die erkrankten Patienten allein schuld an der Ausbreitung der Erkrankung. Denn viele Viren überstehen sogar eine Säuberung der Hände mit einigen handelsüblichen Desinfektionsmitteln. Auch erkrankte Menschen, die auf Sauberkeit und Hygiene achten, können also die Erreger einer Gastroenteritis übertragen.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass erkrankte Patienten eine gewisse Zeit lang zu Hause bleiben und nicht in Gemeinschaftseinrichtungen wie KITAS, Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser gehen. Andersherum kann es manchmal auch sinnvoll sein, als gesunder Mensch für einige Tage solchen Orten fern zu bleiben, an denen gerade besonders viele Menschen sind, die an einer Gastroenteritis leiden.

Vorbeugen

Hat man nun ein Familienmitglied mit einer Gastroenteritis zu Hause, so sollte die Patientin oder der Patient so wenig gemeinschaftliche Gegenstände benutzen wie möglich. Insbesondere sollten die Patienten – wenn möglich – eine eigene Toilette benutzen. Und wie wir bereits gelernt haben, ist auch das Händewaschen oder Händedesinfizieren sehr wichtig – auch wenn es nicht jede Übertragung der Krankheitserreger verhindern kann.

Behandlung und Therapie

In den meisten Fällen einer Gastroenteritis durch Viren bildet sich die Erkrankung innerhalb von mehreren Tagen wieder zurück. Eine Behandlung im Krankenhaus ist nur selten nötig. Sie kann aber manchmal empfohlen werden, zum Beispiel wenn ein Patient durch Fieber mit Schwitzen sowie aufgrund von Durchfall und Erbrechen sehr viel Flüssigkeit verliert. Dann müssen im Krankenhaus unter anderem Infusionen gegeben werden.

Salmonellen und Co.

Neben einer solchen Gastroenteritis, die durch Viren ausgelöst wird, gibt es auch noch andere Formen. Diese sind jedoch deutlich seltener und haben oft noch einen etwas anderen Krankheitsverlauf. Man sollte aber einmal gehört haben, dass auch Bakterien (zum Beispiel Salmonellen) und weitere Arten von Krankheitserregern eine Gastroenteritis auslösen können.

Individuelle Behandlung

Welche Art einer Gastroenteritis bei einem Patienten vorliegt und welche weitere Diagnostik und Therapie erfolgen sollte, kann häufig schon der Kinderarzt oder Hausarzt gut einschätzen. Daher sollten sich Patienten mit entsprechenden Beschwerden dort vorstellen oder zumindest einmal telefonisch Kontakt aufnehmen. Bei Kindern müssen natürlich die Eltern dafür sorgen, dass eine ärztliche Vorstellung erfolgt.

Die Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video nun natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Gastroenteritis beitragen können.

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euer Team von deinediagnose.de

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