Endokarditis

↑Video zum Thema Endokarditis / Entzündung der Herz-Klappen

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Endokarditis bedeutet.

Entzündung der Herzklappe

Eine Endokarditis ist eine Entzündung der inneren Strukturen des Herzens. Häufig ist dabei eine oder es sind sogar mehrere der sogenannten Herzklappen betroffen. Doch was sind die Herzklappen?

Herklappen

Nun, es handelt sich dabei um bewegliche Strukturen, die die verschiedenen Teile des Herzens voneinander trennen und auch den Ausstrom des Blutes aus dem Herzen steuern. Indem sie sich rhythmisch öffnen und schließen sorgen die Herzklappen für einen geregelten Blutfluss durch das Herz hindurch und aus dem Herz hinaus. Damit das Blut in Bewegung bleibt und auch tatsächlich durch geöffnete Klappen fließt, muss der Herzmuskel natürlich ständig pumpen, was wir als den Herzschlag wahrnehmen. Neben den Herzklappen kann bei dieser Erkrankung aber auch das Gewebe entzündet sein, welches die Hohlräume des Herzens, durch die das Blut fließt, auskleidet. Dieses Gewebe nennt man Endokard (daher der Name Endokarditis).

Beschwerden und Symptome

Als nächstes stellt sich die Frage, welche Beschwerden Patienten mit einer Endokarditis entwickeln. Da es sehr viele Gründe für eine Endokarditis und auch verschiedene Arten dieser Erkrankung gibt, sind die Symptome nicht immer gleich. Häufig treten erste Symptome jedoch in Form von Fieber, einem schnellen Herzschlag, körperlicher Schwäche oder Gewichtsverlust auf. Ebenso können die Patienten Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und Schwitzen in der Nacht entwickeln. Außerdem sind Atembeschwerden, Husten, Brustschmerzen und sogar Bauchschmerzen möglich. Selten kommt es anfangs auch zu bestimmten Hautveränderungen, nämlich kleinen roten Flecken oder Knötchen an Händen und Füßen inklusive der Finger und Zehen. Weiterhin können kleine, strichförmige Einblutungen im Bereich der Nägel zu sehen sein.

Ursachen

Kommen wir nun aber zu den möglichen Ursachen einer Endokarditis. Dies sind zum Beispiel Infektionen mit bestimmten Bakterien. Diese können zum Beispiel durch Infekte oder operative Eingriffe im Bereich der Nase, des Mundes und des Rachens in das Blut gelangen und sich dann im Herzen festsetzen. Hier sind besonders Menschen mit vorbestehenden Herzfehlern oder künstlichen Herzklappen gefährdet. Außerdem gibt es verschiedene, sogenannte Autoimmunkrankheiten bzw. Rheumaerkrankungen, die zu einer Endokarditis führen können. Dies sind Erkrankungen bei denen das Immunsystem des Körpers nicht nur Krankheitserreger bekämpft, sondern fälschlicherweise auch eine Schädigung körpereigener Strukturen und Organe bewirkt.

Krebserkrankungen

Weiterhin kann es bei verschiedenen Krebserkrankungen als Begleiterscheinung zu einer Endokarditis kommen.

Medizinsicher Notfall

Patienten mit einer Endokarditis benötigen schnell eine ärztliche Behandlung. Denn die Erkrankung birgt viele Risiken. Sie kann dauerhafte Schäden am Herzen und anderen Organen bewirken und ist als eine möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung anzusehen. Die ärztliche Betreuung von Patienten mit einer Endokarditis fällt in das Aufgabengebiet der Kardiologen, der Herz-Ärzte. Diese versuchen mit bestimmten Untersuchungen zunächst die Ursache der Erkrankung bei den Betroffenen zu ermitteln. In diesem Rahmen nehmen sie vor allem Blut ab, fertigen ein EKG an, hören das Herz ab und führen eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durch.

Behandlung und Therapie

Die weitere Therapie und auch die Prognose einer Endokarditis hängen dann davon ab, was als Auslöser der Erkrankung festgestellt wird. Denn die verschieden Formen der Endokarditis unterscheiden sich in ihrer Behandlung. Und manche Formen der Erkrankung lassen sich gut behandeln während bei anderen die Therapie eher schwierig ist.

Individuelle Behandlung

Welches weitere Vorgehen also im Einzelfall bei jedem individuellen Patienten notwendig ist, kann somit nur der behandelnde Arzt erläutern. Diese Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir zum Verständnis des Begriffs Endokarditis beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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