Diabetes Mellitus

↑ Video zum Thema Diabetes mellitus Typ I und Typ II / Zuckerkrankheit

Zurück zur Liste mit allen Diagnose-Videos


Begriff  „Diabetes Mellitus“

Dieses Video handelt von der sogenannten Zuckerkrankheit. Sie ist auch bekannt als Diabetes mellitus. Der Begriff Diabetes mellitus bedeutet übersetzt „honigsüßer Durchfluss“. Dies beschreibt zwei wichtige Erscheinungen, die bei einer unbehandelten Zuckerkrankheit auftreten können.

Die Symptome

Zum einen muss der Patient sehr viel Urin lassen, hat also einen „hohen Durchfluss“. Zum anderen schmeckt dieser Urin sehr süß. Früher haben Ärzte den Urin ihrer Patienten zu Untersuchungszwecken gekostet. Dank moderner Technik müssen wir das heute aber nicht mehr tun. Das Problem beim Diabetes mellitus liegt daran, dass der Körper den im Blut gelösten Zucker nicht mehr ausreichend in die Muskeln und in das Fettgewebe abtransportieren kann. Durch die hohe Konzentration an Blutzucker wird auch der Zuckergehalt vom Urin größer. Außerdem produziert der Mensch viel mehr Urin.

Der „normale“ Stoffwechsel

Normalerweise sollte es so funktionieren, dass der Zucker den wir essen, im Darm aufgenommen wird und in unser Blut gelangt. Wenn die Zucker-Konzentration in unserem Körper steigt, kann der Körper dies an verschiedenen Stellen messen. Um den neu im Körper angekommen Zucker verwerten zu können, muss dieser allerdings aus dem Blut in die Körperzellen gelangen. Hierfür muss der Körper einen Signalstoff an die Zellen schicken. Nur so wissen diese nämlich, dass sie den Zucker aus dem Blut aufnehmen sollen.

Bedeutung von Insulin

Dieser Signalstoff ist ein sogenanntes Hormon und heißt: Insulin. Das Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert, die in der Mitte von unserem Bauch sitzt. Es kann nun zu verschiedenen Störungen im Körper kommen, die diesen Ablauf stören können.

Unterschiedliche Diabetes Typen

Es gibt verschiedene Formen des Diabetes. Wir wollen aber zunächst nur die zwei häufigsten Formen, den Diabetes Typ I und den Diabetes Typ II erwähnen. Eine weitere Form stellt der Schwangerschaftsdiabetes dar, auch Gestationsdiabetes genannt. Den erklären wir in einem extra Video.

Diabetes Typ I

Den Diabetes Typ I hat man lange Zeit auch als die Diabetes-Form des jungen Menschen bezeichnet. Hierbei kommt es dazu, dass das körpereigene Abwehrsystem (also das Immunsystem) fälschlicherweise den Teil der Bauchspeicheldrüse angreift, der das Insulin herstellt. Daher zählt diese Erkrankungen zu den sogenannten „Autoimmun-Erkrankungen“.

Die Folge ist, dass ein Teil der Bauchspeicheldrüse zerstört wird. Dadurch wird sehr viel weniger oder garkein Insulin mehr hergestellt. In der Behandlung müssen die Patienten sich daher ein künstliches Insulin in Form von kleinen Spritzen unter die Haut selber geben. Die Insulin-Menge ist davon abhängig, wieviel Zucker die Diabetiker zu sich nehmen. Je nachdem wie hoch die Patienten ihren Blutzucker selber messen, müssen sie die Menge vom gespritzten Insulin anpassen.

Diabetes Typ II

Den Diabetes Typ II hat man lange Zeit als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Hierbei kann die Bauchspeicheldrüse zunächst noch Insulin produzieren und produziert anfänglich sogar mehr als bei gesunden Patienten. Allerdings sind die Körperzellen bei den Patienten so sehr an einen hohen Insulinspiegel gewöhnt, dass sie langsam gegen dessen Wirkung resistent werden. Als Folge wirkt das Insulin nicht mehr so gut wie bei gesunden Menschen. Häufig liegt die Ursache an starkem Übergewicht und einem übermäßigen Verzehr von zuckerhaltigen Speisen über viele Jahre. Es führt dazu, dass das Insulin nicht mehr die volle Wirkung entfalten kann. In diesen Fällen spricht man von einer sogenannten Insulinresistenz. Bei diesen Patienten versucht man zunächst durch eine Ernährungsberatung, Gewichtsabnahme und Sport dafür zu sorgen, dass sich der Stoffwechsel normalisiert.

Medikamente gegen Diabetes Typ II

Im weiteren Verlauf kann es nötig sein, bestimmte Tabletten einzunehmen.  Diese sollen dann die Bauchspeicheldrüse antreiben, noch mehr Insulin zu produzieren. So soll der Blutzuckerspiegel gesenkt werden. Es gibt noch viele weitere Medikamente, die noch andere Wirkweisen haben. Reichen diese Tabletten irgendwann aber nicht mehr aus, müssen auch Patienten mit dem Diabetes Typ II Insulin spritzen. In solchen Fällen müssen sie auch regelmäßig ihren Blutzucker messen.

Langzeit-Schäden des Diabetes

Neben den akuten Gefahren eines sehr hohen Blutzuckers sind vor allem die Langzeitschäden eines dauerhaft erhöhten Blutzucker-Gehalts ein Problem für die Gesundheit. Der erhöhte Zucker-Spiegel im Blut führt dazu, dass die Adern in unserem Körper geschädigt werden. Hiervon sind besonders die sehr feinen und dünnen Adern unserer Nieren, des Herzens, des Gehirns und der Augen betroffen. Eine Folge kann daher zum Beispiel eine Koronare Herzerkrankung oder auch eine Chronische Niereninsuffizienz sein. Außerdem kann der Blutzucker auch Nerven schädigen und zu einer sogenannten Polyneuropathie führen. Ist bei Dir eine Zuckerkrankheit, also ein Diabetes bekannt? Dann ist es sehr wichtig, dass Du Dich über deine Erkrankung informierst und Dich von Deinem Arzt beraten lässt. Er wird Dir sagen, was die beste Behandlung für Dich ist und wie du Deine Ernährung anpassen solltest, um Langzeitschäden an wichtigen Organen zu verhindern.

Wir hoffen, dass wir Dir die Grundlagen des Diabetes mellitus verständlich erklären konnten. Wir freuen uns immer über konstruktives Feedback zu unseren Videos und Artikeln. Um immer über Neuigkeiten informiert zu sein, trag Dich einfach in unseren E-Mail-Newsletter ein!

Dein Team von deinediagnose.de

zuletzt aktualisiert