Demenz

↑ Video zum Thema Demenz / M. Alzheimer

Zurück zur Liste

 


 

Auf dieser Seite soll es um die Grundlagen der Demenz gehen.

Wie häufig ist die Krankheit?

In Deutschland sind mindestens eine Millionen Menschen an einer der verschiedenen Formen der Demenz erkrankt. Frauen erkranken ungefähr doppelt so häufig wie Männer daran, da sie ein höheres Lebensalter erreichen.

Wie schlimm ist Demenz?

Bei jedem Menschen sind die Beschwerden unterschiedlich stark ausgeprägt und führt zu unterschiedlichen Beschwerden. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass es nicht „die eine Form“ der Demenz gibt. In der Medizin werden mit diesem Begriff nämlich ganz viele verschiedene Erkrankungen verbunden, die zu einer bestimmten Form der Demenz führen können.

Was passiert hierbei?

Allen Demenz-Formen haben eine Gemeinsamkeit. Es kommt bei einem Menschen der an einer Demenz erkrankt, zu einer im Leben neu auftretenden Verminderung seiner Intelligenz. Das kann sich in seinem Alltagsleben in ganz unterschiedlichen Bereichen zeigen.

Wie äußert sich die Erkrankung?

Die meisten Menschen denken bei dem Begriff Demenz an eine verstärkte Vergesslichkeit. Es kann aber auch dazu führen, dass die Konzentrationsfähigkeit nachlässt. Eine andere Folge kann auch sein, dass man sich an Orten die man eigentlich gut kennt verläuft und die Orientierung verliert.

Ist die Krankheit heilbar?

Die Demenz ist eine Erkrankung die heutzutage in den meisten Fällen nicht geheilt werden kann. Daher kommt es häufig im Laufe von Jahren zu einer weiteren Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit. Nach Jahren kann es sein, dass die Betroffenen alltägliche Aufgaben wie z.B. Einkaufen, aber auch Essen mit Messer und Gabel sowie regelmäßiges Trinken nicht mehr selbstständig erledigen können.

Merkt man selber ob man erkrankt ist?

Es kann sein, dass die an Demenz erkrankten Personen dies selber nicht erkennen. Daher kann es mit den Familienangehörigen zu Streit und auch zu Wut kommen, wenn diese versuchen zu Helfen oder ermahnen das regelmäßig gegessen und getrunken wird.

Was sind die Ursachen für Demenz?

Die häufigste Form ist die sogenannte Alzheimer. Sie stellt bei ungefähr jedem zweiten Erkrankten die Ursache dar. Sie ist benannt nach ihrem Entdecker, dem Arzt Alois Alzheimer. Bei dieser Form der Demenz kommt es im Gehirn zu Ablagerungen von kleinen Abfallstoffen aus dem Stoffwechsel der Nervenzellen. Ganz vereinfacht gesagt schaffen es die Nervenzellen nicht mehr, ihren selbst produzierten Müll zu entsorgen. Dieser lagert sich daher einfach im Gehirn ab. Dieser „Müll“ ist jedoch giftig für unser Gehirn und und führt daher zum Tod von Gehirnzellen. Die auslösenden Gründe können vielfältig sein, sind aber bisher auch nicht vollends geklärt.

Ursache Bluthochdruck?

Eine zweite große Gruppe der Demenz hat ihren Ursprung in Erkrankungen der kleinen Adern die das Gehirn mit Blut versorgen. Dies entsteht, wenn es zum Beispiel durch einen langjährigen unbehandelten Bluthochdruck dort zu Ablagerungen oder Engstellen in den Adern kommt oder aber auch zu kleinen Schlaganfällen. Dann kann dies nach vielen Jahren zu einer Demenz führen. Daher ist es zum Beispiel wichtig, dass ein bekannter Bluthochdruck auf Dauer, also über Jahre hinweg gut eingestellt wird.

Demenz bei Boxern?

Es gibt aber noch sehr viele andere Ursachen wie Infektionen mit bestimmten Krankheitserregern, langjähriger starker Alkoholkonsum, schwere Unfälle mit Schäden am Kopf oder auch Sportarten mit häufigen und starken Erschütterungen des Gehirns, wie zum Beispiel beim Boxen oder American Football, die in seltenen Fällen zu dieser Krankheit führen können.

Welche Behandlungen gibt es?

Da die Ursachen dieser Erkrankung so unterschiedlich sind, können wir hier natürlich keine generellen Aussagen zu der Behandlung geben. Allgemein ist es natürlich wichtig, mögliche Risikofaktoren wie z.B. den Bluthochdruck zu behandeln. Wenn bei euch in der Familie jemand an Demenz erkrankt ist, berät euch euer Hausarzt, Psychiater oder Neurologe zu den Behandlungsmöglichkeiten die es gibt. Allgemein ist es von Vorteil, wenn man versucht die betroffenen Personen körperlich und geistig aktiv zu halten. Man sollte bemüht sein, sie weitestgehend am normalen Leben teilhaben zu lassen.

Unterstützung für Pflegende

Die Betreuung und Pflege eines erkrankten Menschen stellt emotional und körperlich eine große Herausforderung für die Familienangehörigen dar. Daher ist es auch wichtig, frühzeitig zu schauen, wo man Hilfe bekommen kann (z.B. Pflege-Dienste oder Selbsthilfe-Gruppen) wenn man welche benötigt.

Wir hoffen, dass wir euch die Grundlagen der Demenz etwas näher bringen konnten und sind für konstruktive Rückmeldung wie immer offen. Um über aktuelle Neuigkeiten unserer Seite informiert zu sein, abonniert doch unseren E-Mail-Newsletter oder folgt uns auf unserem Twitter– oder Instagram-Account.

 euer Team von deinediagnose.de

zuletzt aktualisiert