Brustkrebs

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In diesem Video soll es um das Thema Brustkrebs gehen.

Mamma-Karzinom

Man nennt den Brustkrebs auch Mamma-Karzinom, da Mamma aus dem lateinischen übersetzt Brust bedeutet und Karzinom die Übersetzung für Krebs ist.

Wie häufig ist Brustkrebs?

Der Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zirka jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Form des Brustkrebs. Es können allerdings auch Männer erkranken und ungefähr jeder hundertste Fall von Brustkrebs betrifft einen Mann.

Wie entsteht die Krankheit?

Bei einer Krebserkrankung wie dem Brustkrebs kommt es dazu, dass sich die kleinsten Baueinheiten von der Brust, nämlich die Zellen verändern. Sie hören auf, ihre normale Funktion im Körper auszuüben und fangen an sich unkontrolliert zu vermehren. Diese veränderten Zellen sind die sogenannten Krebszellen.

Knoten in der Brust

Wenn sich diese Krebszellen über einen gewissen Zeitraum stark vermehrt haben, kann es dazu kommen, dass man sie als Ansammlung von Krebsgewebe selber spüren kann. In diesem Fall treten sie z.B. als Verhärtung oder sogenannter Knoten in der Brust auf. Wir Ärzte teilen die Brust in 4 Bereiche ein, um zu beschreiben an welcher Stelle ein Knoten getastet wird. Jeder zweite Brustkrebs wächst im oberen, äußeren Viertel der weiblichen Brust und kann manchmal dort getastet werden. In den anderen 3 Bereichen treten die Knoten etwas seltener auf.

Unterschiedliche Arten von Brutkrebs

Es gibt nicht nur „den einen Brustkrebs“, sondern viele verschiedene Unterformen. Die Krebszellen können sich aus unterschiedlichen Zellen der Brust entwickeln. z.B. aus den Zellen der Brustdrüse oder den Zellen der Milchgänge. Es gibt Formen des Brustkrebs der sogenannte Metastase bildet. Das bedeutet, dass es zu einer Absiedlung von Krebszellen im Körper fernab von der Brust kommen kann.

Metastasen

Solche „Tochtergeschwüre“ können in anderen Organen z.B. der Leber oder auch in den Knochen ebenfalls zu Knoten heranwachsen. Die Gefahr bei jeder Krebsform besteht darin, dass die wachsenden Knoten die anderen Organe zerstören und ihre normale Funktion stören.

Behandlung von Brustkrebs

Zum einen kann man den Krebs-Knoten in einer Operation entfernen. Hierbei wird mit der Patientin besprochen ob es sinnvoll ist, nur den Knoten zu entfernen oder ob man das ganze Brustgewebe (also die gesamte Brust) entfernen sollte. Außerdem gibt es die sogenannte Bestrahlung. Hierbei wird mit einem medizinischen Gerät mit hoher Energie Strahlung direkt auf das Gebiet gegeben, wo der Tumor vorher war oder noch ist. Durch diese Strahlung sollen verbliebene Krebszellen abgetötet werden.

Chemotherapie

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Chemotherapie. Hierbei verwendet man chemische Substanzen, die Körperzellen angreifen, die sich besonders schnell vermehren. Daher hofft man, das gerade die Krebszellen abgetötet werden. Diese vermehren sich ja besonders schnell. Diese Krebsmedikamente gibt es entweder als Tabletten, als Infusion (also als Tropf) oder als Spritze. In manchen Fällen kommen auch bestimmte Hormone oder Medikamente zum Einsatz, die gegen kleine Untereinheiten der Krebszellen wirken.

Individuelle Behandlung

Welche Behandlungen bei einer Patientin oder einem Patienten mit Brustkrebs erfolgt, hängt von vielen einzelnen Faktoren ab. Unter anderem von der Größe des Knotens, ob sich Krebszellen in den benachbarten Lymphknoten befinden, wie die Krebszellen unter dem Mikroskop aussehen, ob es Metastasen in anderen Organen gibt und ob die speziellen bei einem gefundenen Krebszellen Angriffspunkte für neuere Medikamente bieten. Diese sind nämlich nicht bei jeder Krebszelle vorhanden.

Zeit der Ungewissheit

Man wird euch nicht sofort sagen können, zu welcher Gruppe der Krebssorten der Brustkrebs gehört, an dem Ihr vielleicht erkrankt seid. Es müssen meist viele Untersuchungen gemacht werden, damit euch euer Arzt sagen kann, welche Behandlungsmöglichkeiten bei euch empfohlen sind.

Schwere Entscheidungen

Mit der Diagnose einer Krebserkrankung kommen in den folgenden Monaten viele Entscheidungen auf einen Patienten zu. Neben der Entscheidung über die Form einer bestimmten Operation kommen Entscheidungen über die Durchführung von Behandlungen mit Medikamenten hinzu. Wichtig ist es, dass ihr immer offen mit eurem Hausarzt und behandelnden Gynäkologen über die Behandlung sprecht. Teilt eure Ängste und Gedanken zu den Behandlungen mit, damit diese besprochen werden können. Nehmt nicht jede Behandlung als ausweglos hin. Erfragt auch, welchen Vorteil ihr von einer bestimmten Behandlung habt, ob es euch z.B. komplett heilt, eure Lebenszeit verlängert oder eure Beschwerden lindert.

Erkundigt euch nach den möglichen Nebenwirkungen der Behandlung, welche alternativen Möglichkeiten es gibt und was die Folgen wären, wenn ihr eine Behandlung ablehnen solltet. Ihr werdet hierzu viele Informationen bekommen, die euch weiterhelfen.

Wir hoffen, dass wir euch die Grundlagen zum Brustkrebs verständlich erklären konnten. Bei Interesse zu weiteren Videos zu diesem Thema schreibt uns doch euer Feedback.

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dein Team von deinediagnose.de

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