Bandscheibenvorfall

↑ Video über den Bandscheibenvorfall / Banscheibenprotrusion / Bandscheibenprolaps / Rückenschmerzen bzw. Lumbalgie

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In diesem Video und auf dieser Seite wollen wir die Grundlagen vom Bandscheibenvorfall erklären.

Aufbau der Wirbelsäule

In unserem Körper ist unsere Wirbelsäule aus vielen verschiedenen Wirbelkörpern aufgebaut, die wie Bauklötze übereinander gestapelt sind. Die Wirbelkörper bestehen aus Knochen. Wie wir allerdings schon in unserem Video über die Arthrose erklärt haben, mag es ein Knochen garnicht gerne, wenn er direkten Kontakt zu einem anderen Knochen im Körper hat.

Bandscheibe als Stoßdämpfer

Daher hat die Natur immer zwischen zwei Wirbelkörper eine kleine Scheibe als Stoßdämpfer hineingeschoben. Die sogenannten Bandscheiben. Diese Bandscheiben haben ungefähr die Konsistenz von einem harten Radiergummi. Direkt in der Mitte von jeder dieser Bandscheiben steckt ein härterer Kern, so ähnlich als wäre eine kleine Murmel in der Mitte von jeder Bandscheibe eingewachsen.

Rückenmark in Nähe der Bandscheiben

Direkt hinter den Wirbelkörpern der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark. Auf Höhe von jedem einzelnen Wirbelkörper gibt das Rückenmark zu jeder Seite einen Nerven ab, den sogenannten Spinalnerven. Dieser verläuft dann vom Rücken nach vorne und versorgt bestimmte Muskeln und die Haut mit Informationen aus dem Gehirn und leitet Empfindungen wie Berührung oder Schmerz wieder zurück.

Spinalnerven

Wichtig ist also, dass die Nerven die vom Rückenmark ausgehen, direkt an unserer Wirbelsäule vorbeilaufen, die ja wie ein großes Sandwich aus Wirbelkörpern und Bandscheiben aufgebaut ist.

Alternde Bandscheiben

Wenn wir Menschen älter werden, werden unsere Bandscheiben trockener und faseriger. Sie werden rissig und sind nicht mehr so elastisch wie in jungen Jahren. Das kann zur folgendem Problem führen: Wenn sich nun ein Mensch bei dem die Bandscheiben schon etwas porös geworden sind ungeschickt beugt oder in der Wirbelsäule dreht, kommt viel Bewegung in unsere Wirbelsäule.

„Bandscheibenprolaps“

Das kann in bestimmten Situationen dazu führen, dass einer der Wirbelkörper eher von vorne auf die Bandscheibe und den harten inneren Kern innerhalb der Bandscheibe drückt. Dies kann dazu führen, dass diese harte „Murmel“ durch die faserig und rissig gewordene Bandscheibe nach hinten rausgequetscht wird. Hinter der Bandscheibe laufen aber wie oben besprochen unsere Spinalnerven entlang. Wenn nun dieser harte Kern aus der Bandscheibe herausgedrückt wird und auf den Nerven drückt, kann das höllische Rückenschmerzen machen. Es können aber auch Lähmungen bestimmter Muskeln auftreten oder Taubheitsgefühle.

MRT –   Kernspin-Tompgraphie

Bei einem Bandscheibenvorfall kommt es also nicht zu einem Wegbewegen der gesamten Bandscheibe, sondern in den meisten Fällen drückt nur der innere härtere Kern aus der Bandscheibe heraus auf unseren Nerven. Dies kann man in einer sogenannten Kernspin-Tomographie (Untersuchung in der „Röhre“) sehen. Allerdings sieht man generell auch häufig bei älteren, gesunden und eigentlich beschwerdefreien Menschen Veränderungen an der Wirbelsäule, die wie ein Bandscheibenvorfall aussehen.

Die Behandlung

Viele Menschen fragen sich dann, ob man sich zur Behandlung immer operieren lassen muss. Zu dieser Frage wird euch euer behandelnder Arzt intensiv beraten. Im Allgemeinen ist es aber meistens so, dass man mit Schmerztherapie und Krankengymnastik auskommt, solange keine Lähmungen, Taubheitsgefühle oder Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang auftreten.

Operation

Hat der behandelnde Arzt allerdings das Gefühl dass der Nerv wird geschädigt wird und ein Muskel gelähmt ist oder es zu Taubheitsgefühlen kommt, dann muss eine Operation in Betracht gezogen werden. Das kann allerdings nur ein Arzt entscheiden, der euch ausführlich körperlich untersucht.

Wir hoffen, dass wir Dir den Bandscheibenvorfall etwas vereinfacht, dafür aber anschaulich erklären konnten. Wie immer freuen wir uns über konstruktive Kritik. Abonniere unseren Email-Newsletter und folge uns auf Instagram und Twitter, um immer über alle Neuigkeiten informiert zu sein.

dein Team von deinediagnose.de.

(Manchmal zugeordnete ICD-Codes bei ähnlichen Beschwerden: M54.)

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