Appendizitis

↑ Video zum Thema Appendizitis / Blinddarmentzündung

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In diesem Video möchten wir erklären, was der Begriff Appendizitis bedeutet.

„Blinddarm-Entzündung“

Umgangssprachlich diese Erkrankung oft Blinddarmentzündung genannt. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt. Daher zunächst ein paar Grundlagen: Der Blinddarm ist ein Teil des menschlichen Dickdarms und befindet sich im rechten Unterbauch. Der Blinddarm hat selbst noch ein kleines Gewebeanhängsel. Dieses kleine Anhängsel wird als Appendix bezeichnet und ist die eigentliche Struktur, die bei einer Appendizitis entzündet ist.

Beschwerden und Symptome

Patienten mit einer Entzündung der Appendix haben meistens Schmerzen im Bereich des rechten Unterbauchs. Dies erscheint logisch, denn wie wir bereits besprochen haben, sitzt da ja auch das Anhängsel des Blinddarms (der Appendix). Bei manchen Patienten ist es auch möglich, dass der Schmerz zunächst im Bereich des Bauchnabels beginnt und dann in den rechten Unterbauch wandert. Als weitere Beschwerden klagen die Patienten mit einer Appendizitis oft über Übelkeit und Erbrechen. Auch Blähungen und Durchfall sind möglich.

Ursachen und Gründe

Die Gründe für eine Appendizitis sind nicht immer zu ermitteln. Die Entzündung kann aber wohl zum Beispiel durch ganz harten Stuhlgang ausgelöst werden. Denn der Appendix hat eine kleine Öffnung, die in den Darm mündet. Und wahrscheinlich kann es bei äußerst hartem Stuhlgang manchmal dazu kommen, dass diese Mündung verschlossen wird und sich als Folge eine Appendizitis entwickelt. Aber auch Infekte im Magen- und Darmbereich sowie eine Reihe von anderen Erkrankungen können eine sog. Blinddarm-Entzündung auslösen.

Behandlung und Therapie

Sollte bei einem Patienten der Verdacht auf eine Appendizitis bestehen, so muss dieser Patient als Notfall bei einer Ärztin oder einem Arzt zur weiteren Untersuchung vorgestellt werden. Am besten wäre die Vorstellung bei einem Bauchchirurgen, auch Viszeralchirurg genannt. Denn bei einer Appendizitis besteht die Therapie in den meisten Fällen in einer operativen Entfernung des Anhängsels des Blinddarms. Und die Bauchchirurgen sind die Ärzte, die diesen Eingriff normalerweise durchführen. Daher sind sie am besten in der Lage, die Beschwerden des Patienten einzuordnen. Das heißt, sie können am besten einschätzen, ob wirklich eine Appendizitis vorliegt oder ob nicht doch eine andere Ursache als Auslöser der Beschwerden wahrscheinlicher ist.

Schlüsselloch-Operation

Ist eine Operation notwenig, so führen die Chirurgen meistens eine sogenannte Schlüsselloch-Operation durch. Dabei werden nur ein paar kleine Schnitte am Bauch gesetzt, durch die dann verschiedene Operationsinstrumente und auch eine kleine Kamera in den Bauch eingebracht werden. Die Chirurgen können dann von außerhalb des Bauchs die Instrumente steuern und so die Operation durchführen. Das entfernte Anhängsel des Blinddarms kann dann auch durch eines der kleinen Löcher in der Bauchdecke herausgeholt werden. Nach einer solchen Schlüsselloch-Operation hat der Patient dann idealerweise nur ein paar kleine Narben am Bauch.

Eine Schlüsselloch-Operation ist jedoch nicht bei jedem Patienten möglich. So können sich beispielsweise bei Patienten, die schon einmal eine Bauch-Operation hatten, narbige Verwachsungen im Bauch bilden. Und dann kann es sein, dass eine Schlüsselloch-Operation zu schwierig wäre. In einem solchen Fall müsste dann ein größerer Schnitt gemacht und am offenen Bauch operiert werden.

Routine-Operation

Da die Appendizitis eine relativ häufige Erkrankung ist, führt man Blinddarm-Operationen sehr häufig durch. Es handelt sich also oft um Routine-Eingriffe. Die Prognose der Patienten ist daher in der Regel sehr gut, vor allem, wenn man die Appendizitis rechtszeitig diagnostiziert.

Die Aufgabe des behandelnden Arztes können wir in unserem Video nun natürlich nicht übernehmen. Wir hoffen aber, dass wir wenigstens ein bisschen zum Verständnis des Begriffs Appendizitis beitragen können.

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Euer Team von deinediagnose.de

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